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Bei Brandbekämpfung ist der Atemschutz ein wesentlicher Bestandteil des Eigenschutzes geworden. Denn bei dichten und giftigen Rauch kommen sie zum Einsatz und schützen somit die Atemschutzträger bei Bränden und Personenrettung. Ein Gerät wirkt ca. 17 Kilo. Hier ist aber die zusätzliche Ausrüstung für einen Geräteträger noch nicht dabei. Unter umluftunabhängigem Atemschutz werden Geräte verstanden, welche den Geräteträger von der Umgebungsatmosphäre isolieren und mit atembarem Gas aus einer nicht verunreinigten Quelle versorgen. Diese Geräte werden daher auch als Isoliergeräte bezeichnet und bestehen aus einem Atemanschluss und einer Luftversorgung- seinrichtung.
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Ein Affeckinger Atemschutztrupp beim Brandtraining
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Verwendung: Enthält die Umgebungsluft zu wenig Sauerstoff, weniger als 17 Vol.-%, oder sind giftige Gase vorhanden, die durch Gas- oder Kombinationsfilter nicht absorbiert werden können und ist die Art und/oder die Konzentration der Atemgifte unbekannt, muss umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden. Meist werden freitragbare Isoliergeräte z. B. Pressluftatmer verwendet. Aufgrund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist auf 15 - 45 Minuten begrenzt. Die Einsatzdauer ist abhängig vom Alter des Geräteträgers, von der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Art der Belastung im Einsatz. Wird eine längere Einsatzdauer von mitunter mehreren Stunden erforderlich (zum Beispiel im Bergbau oder im Tunneleinsatz), kommen so genannte Langzeitgeräte (beispielsweise mit 2 CFK-Flaschen a 6,8 l Volumen und 300 bar Fülldruck), Regenerationsgeräte oder Kreislaufgeräte zum Einsatz. Da im Einsatz bei der Feuerwehr schwer feststellbar ist, ob wirklich genug Sauerstoff in der Umgebungsluft vorhanden ist, wird hauptsächlich der umluftunabhängige Atemschutz eingesetzt.
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Tragesystem mit Lungenautomat und Maske
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Aufbau: Die üblichen Atemschutzgeräte haben Flaschen, in denen die Luft mit 200 oder 300 bar gespeichert ist. Die Flaschen können aus Stahl, aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder aus kohlen- stofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestehen. Da man die Luft nicht mit diesem hohen Druck einatmen kann, befindet sich vor der Atemschutzmaske ein Lungenautomat, dem ein Druckminderer vorgebaut ist, der die Luft auf den sogenannten Mitteldruck ca. 5 bar reduziert. Der Lungenautomat ist eine atemgesteuerte Dosiereinrichtung, die den Mitteldruck auf einen vom Menschen atembaren Niederdruck ( im Millibar-Bereich ) reduziert und nur die Luftmenge freigibt, die man einatmet. Es gibt Lungenautomaten in Normaldruckausführung und Überdruckausführung. Bei der Normaldruckausführung wird nur das einzuatmende Luftvolumen freigegeben. In der Überdruckausführung wird die gesamte Atemschutzmaske unter Druck gesetzt, um ein eindringen von Schadstoffen in die Maske zu verhindern. Bei 200-bar-Geräten sind zwei Flaschen mit je 4 Liter Inhalt üblich. Das ergibt 1600 Liter Normalluft (rein rechnerisch weniger) und eine Einsatzzeit von ca. einer halben Stunde. 300-bar-Geräte haben normalerweise eine Flasche mit 6 Liter oder 6,8 Liter Inhalt. Das ergibt rein rechnerisch ca. 1800/2040 Liter Normalluft. Aufgrund der "van der Waals'schen Kräfte“ stehen jedoch auch hier nur ca 1.650 l Luft zur Verfügung (beim Füllen der Flaschen erwärmt sich die Luft durch den Druckanstieg und wenn die Luft wieder abkühlt, reduziert sich der Druck minimal). Langzeit-Pressluftatmer haben zwei 300-bar-Flaschen und sind meist aus Gewichtsgründen aus einem Verbundmaterial, insbesondere CFK. Die Flaschen sind auf einem Tragegestell befestigt, dass zum besseren Tragen gepolstert oder schalenförmig ist. Die Tragegurte und der Bauchgurt sind verstellbar und müssen beim Tragen fest sitzen. Sie sind schwer entflammbar und aus verrottungsfestem Material hergestellt.
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Überprüfung des Flaschendrucks am Manometer
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Druckkontrolle: Zur Kontrolle hat man ein Manometer (auch Finimeter bezeichnet), auf dem man laufend beobachten kann, wie hoch der Luftdruck in der Flasche noch ist. Zum Schutz, dass die Luft in der Flasche zu Neige geht, gibt es eine akustische Warneinrichtung in Form einer Signalpfeife, die bei einem Druck von 55 +/- 5 bar (also zwischen 60 und 50 bar) zu pfeifen beginnt. Das Warnsignal ist kein Rückzugssignal, da je nach den örtlichen Gegebenheiten der Rückweg länger dauern kann als die noch verbliebene Luft reicht. Wichtig sind auch die durchzuführende Atemschutzüberwachung, regelmäßige Druckkontrolle sowie die Berechnung des Rückzugweges (das Doppelte des Anmarschweges). Der Rückzug wird truppweise angetreten und richtet sich nach dem Geräteträger mit dem größten Atemluftverbrauch (siehe Einsatzgrundsätze der FwDV 7 Atemschutz).
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Ein Totmannwarner ist an jedem Atemschutzgerät befestigt
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Sicherheitsmassnahme: Eine weitere neue Sicherheitsmaßnahme insbesondere bei umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ist der sogenannte Totmannwarner oder Bewegungslosmelder. Der Totmannwarner ist ein kleines elektrisches Gerät in etwa der Größe einer Zigarettenschachtel. Er reagiert, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit keine Bewegung mehr stattgefunden hat. Wird das Gerät nicht bewegt, ertönt zunächst ein Voralarm und anschließend ein lautes akustisches sowie optisches Signal. Wenn ein Trupp in Gefahr gerät und dringend Hilfe benötigt, kann auch eine Notruftaste betätigt werden, die sofort den Alarm aktiviert. Deaktiviert werden kann das Gerät nur mit einem bestimmten Schlüssel. Der Totmannwarner ist noch kein genormtes Gerät, dennoch findet er bei vielen Feuerwehren Verwendung. Seine Verwendung ist ratsam, obgleich in der Anschaffung recht teuer.
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